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Wir sind eine generationenübergreifende Wohn- und Lebensgemeinschaft von 11 Erwachsenen und fünf kleinen Kindern. Unsere Jüngste ist ein Jahr alt und unsere Ältesten sind um die 70.
Der Poppauer Hof ist ein Außenstandort des Ökodorfes Sieben Linden (1 Kilometer Entfernung) und liegt im Dorf Poppau. Er wurde im Juni 2004 von der Wohnungsgenossenschaft Sieben Linden gekauft. Schon seit 1998 war der Gebäudekomplex von Ökodorf-Interessierten angemietet, vor allem wegen der Wohnraumknappheit in Sieben Linden. Der alte Vierseitenhof besteht aus zwei Wohnhäusern und zwei Scheunen, hat nach vorne, zur Dorfseite hin, einen adretten Vorgarten und nach hinten raus ein etwas wilderes Gelände mit einem Bauwagen und Sitzecken. Die Verwaltung, Pflege und der Umbau des Poppauer Hofes ist ein großes Vorhaben, dass wir Schrittchen für Schrittchen anpacken. Vor allem die ökologische Sanierung (Wärmedämmung) beschäftigt uns zur Zeit, aber auch der Wohnlichkeit der Räume nehmen wir uns an.
Seit Ende 2002 sind wir zu einer Gruppe herangewachsen, die dauerhaft im Poppauer Hof gemeinsam wohnen, leben, arbeiten will. Gleichzeitig sind wir BewohnerInnen von Sieben Linden. Wir gestalten den Alltag gemeinsam, z.B. das Essen und die Kinderbetreuung. Wir begegnen uns häufig spontan und zufällig in den Gemeinschafts- und Privaträumen und lernen uns dabei immer besser kennen. Jeden Donnerstag sind wir miteinander verabredet und verbringen den restlichen Tag zusammen. Bis zum Abendessen arbeiten wir donnerstags gemeinsam in Haus und Hof, d.h. wir erledigen notwendige Reparaturen, gärtnern, putzen, kochen Obst ein, kümmern uns um das Brennholz oder starten eine gemeinschaftliche Freizeit-Aktion. Vierzehntäglich findet Donnerstags abends das Plenum statt, hier treffen wir Entscheidungen. An den anderen Donnerstag Abenden treffen wir uns für die zwischenmenschliche Ebene unsere Gruppe. Hinzu kommen Intensivzeiten (etwa sieben verlängerte Wochenenden im Jahr) sowie mehrerer Kleingruppen.
Uns fehlt noch ein gemeinsamer Arbeitsbereich hier. Die vier RentnerInnen bringen sich stark ehrenamtlich im Poppauer Hof ein (was wären wir ohne dieses Engagement!) und die Jüngeren arbeiten im Büro in Sieben Linden (Olaf), im dortigen Waldkindergarten (Claudia), bei der Brennholzgewinnung (Uwe) und in der Bildungsreferat (Simone). Henning ist halbtags im Jugendclub in Klötze angestellt. Wir suchen zur Zeit nach einem weiteren verbindenden Element für uns vor Ort.
Was uns als Gruppe besonders ausmacht: Uns verbindet der Wunsch nach einem von Liebe, Ehrlichkeit und Achtsamkeit geprägten Lebensstil. Wir sind ein ganzes Leben dabei, uns zu verändern und weiter zu entwickeln. In unserer Lebensgemeinschaft wollen wir uns dabei gegenseitig unterstützen. Zur Zeit fragen wir uns, ob dieser gemeinsame Nenner wohl ausreicht, um die Herausforderungen des Alltages und der Zukunftsplanungen zu meistern und dabei Lebensfreude zu kultivieren.
(Stand: Januar 2007)
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